Besteuerungsrechte und Abgabenerträge

Die Bundesgesetzgebung regelt die Verteilung der Besteuerungsrechte und der Abgabenerträge. Rund 91 % der Abgaben werden vom Bund eingehoben.

Die Bundesgesetzgebung regelt die Verteilung der Besteuerungsrechte und der Abgabenerträge..

Vollziehung der Abgabengesetze

Der größte Teil der Abgaben wird vom Bund eingehoben (lt. ÖSTAT, Finanzausgleich 2019):

  • Einhebung durch Bund: 91,0 %
  • Einhebung durch Länder und Gemeinden: 9,0 % 

Abgabenerträge von Bund, Ländern und Gemeinden

  • Bund: 62,6 %
  • Länder ohne Wien: 13,2 %
  • Wien (Land und Gemeinde): 8,2 %
  • Gemeinden ohne Wien: 13,1 %
  • EU-Beitrag: 2,9 %

Abgabenerträge nach Transfers und Kostentragung

  • Bund: 52,9 %
  • Länder ohne Wien: 22,6 %
  • Wien (Land und Gemeinde): 10,1 %d
  • Gemeinden ohne Wien: 11,5 %
  • EU-Beitrag: 2,9 %

Gemeinschaftliche Bundesabgaben

Rd. 84 Prozent des gesamten Abgabenaufkommens in Österreich fallen unter diese Kategorie. Sie werden vom Bund beschlossen und eingehoben. Die Länder und Gemeinden erhalten davon einen Anteil, der im Finanzausgleichsgesetz bestimmt wird. Die sechs Ertragreichsten sind (Erfolg 2019):

Abgaben  Erträge in Mio. Euro 
Umsatzsteuer 30.046
Lohnsteuer 28.481
Körperschaftssteuer             9.385
veranl. Einkommenssteuer   4.925
Mineralölsteuer        4.466
Kapitalertragsteuern        2.990

Für so gut wie alle gemeinschaftlichen Bundesabgaben gilt ein einheitlicher Schlüssel. Seit dem Jahr 2018 gelten folgende Anteile:

  • Bund: rd. 67,9 %
  • Länder: rd. 20,2 %
  • Gemeinden: rd. 11,9 %

Ausschließliche Bundesabgaben

zB Stempel-, Rechtsgebühren und Bundesverwaltungsabgaben (538 Millionen Euro), Dienstgeberbeitrag zum Familienlastenausgleichsfonds (5.548 Millionen Euro, Erfolg 2019).

Ausschließliche Gemeindeabgaben

zB Kommunalsteuer (3.471 Millionen Euro), Grundsteuer (724 Millionen Euro)
(lt. ÖSTAT, Finanzausgleich 2019)