Inflagranti erwischt – Zollfahnder decken illegalen Zigarettenverkauf am Wiener Brunnenmarkt auf 37.000 Zigaretten beschlagnahmt, zwei Personen in Justizanstalt eingeliefert

Bei einem Einsatz Mitte Oktober 2022 konnte die Zollfahndung in Wien feststellen, dass am Brunnenmarkt geschmuggelte Zigaretten illegal verkauft werden.

7 slowakische Staatsbürger im Alter von 23 bis 70 Jahren wurden im wahrsten Sinn des Wortes auf frischer Tat ertappt: So sprachen sie in zwei Fällen verdeckte Ermittlerinnen und Ermittler der Zollfahndung an und boten ihnen ihre illegale Ware zum Kauf an. Die beiden Beamten gaben sich als Beamte der Zollfahndung zu erkennen, hielten die Personen fest und führten eine Zollkontrolle durch.

Insgesamt konnten 184 Stangen bzw. 36.800 Stück Zigaretten unterschiedlicher Marken beschlagnahmt werden. Noch vor Ort wurden gegen die 7 Männer in Summe 9.950 Euro Geldstrafe ausgesprochen und Tabaksteuer in Höhe von rund 6.227 Euro vorgeschrieben.

Finanzminister Magnus Brunner gratuliert den Zollbediensteten: „Illegale Zigarettenverkäufe sind ein Problem für die anständigen Unternehmer und bergen außerdem oft gesundheitliche Gefahren für die Konsumentinnen und Konsumenten. Ich danke den engagierten Kollegen der Zollfahndung, denen hier ein großer Schlag gegen Zigarettenschmuggel gelungen ist.“

Noch vor Ort wurden Sicherheiten für die zu erwartenden Strafen einbehalten und zwei Personen wurden von Beamten der Zollfahndung – sie hatten ihre rechtskräftigen Strafen nicht bezahlt – in die Justizanstalt Wien-Josefstadt zum Strafantritt vorgeführt.

Zollermittlungen führten in ähnlichem Fall bereits zu Verurteilung

Ebenfalls im Oktober 2022 wurden ein österreichsicher und ein syrischer Staatsbürger vom Gericht zu hohen Geldstrafen und ersatzweise Freiheitstrafen verurteilt.

Vorangegangen war diesem Schuldspruch die Ermittlungsarbeit der österreichischen Zöllnerinnen und Zöllner. Die beiden Männer hatten im Zeitraum Oktober 2018 bis Jänner 2020, mindestens 736 Stangen Schmuggelzigaretten, über unbekannte Mittelsmänner aus Nordmazedonien über Serbien in die EU geschmuggelt, in der Slowakei und in Ungarn übernommen und anschließend in Österreich weiterverkauft.

Durch den Einsatz und die Ermittlung der Beamtinnen und Beamten des Zolls konnten auch hier geschmuggelte Waren vom Markt gebracht und die Täter überführt werden.

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(c) BMF/Zoll