Besteuerungsrechte und Abgabenerträge

Die Bundesgesetzgebung regelt die Verteilung der Besteuerungsrechte und der Abgabenerträge. Rund 95 % der Abgaben werden vom Bund eingehoben.

Die Bundesgesetzgebung regelt die Verteilung der Besteuerungsrechte und der Abgabenerträge.

Vollziehung der Abgabengesetze

Der größte Teil der Abgaben wird vom Bund eingehoben (lt. "Gebarungsübersichten 2013"):

  • Einhebung durch Bund: 94,6 %
  • Einhebung durch Länder und Gemeinden: 5,4 

Abgabenerträge von Bund, Ländern und Gemeinden

  • Bund: 64,5 %
  • Länder ohne Wien: 13,6 %
  • Wien (Land und Gemeinde): 7,7 %
  • Gemeinden ohne Wien: 11,1 %
  • EU-Beitrag: 3,1 %

Abgabenerträge nach Transfers und Kostentragung

  • Bund: 56,3 %
  • Länder ohne Wien: 22,0 %
  • Wien (Land und Gemeinde): 9,1 %
  • Gemeinden ohne Wien: 9,5 %
  • EU-Beitrag: 3,1 %

Gemeinschaftliche Bundesabgaben

Rd. 86 Prozent des gesamten Abgabenaufkommens in Österreich fallen unter diese Kategorie. Sie werden vom Bund beschlossen und eingehoben. Die Länder und Gemeinden erhalten davon einen Anteil, der im Finanzausgleichsgesetz bestimmt wird. Die sechs Ertragreichsten sind (Erfolg 2015):

Abgaben Erträge in Mio. Euro 
Lohnsteuer27.272
Umsatzsteuer26.013
Körperschaftssteuer            6.320
Mineralölsteuer   4.201
Kapitalertragsteuer  3.863
veranl. Einkommenssteuer       3.617

Für so gut wie alle gemeinschaftlichen Bundesabgaben gilt ein einheitlicher Schlüssel. Die Anteile der Länder und Gemeinden werden in der laufenden Finanzausgleichsperiode (2008 bis 2016) etappenweise erhöht, für die Jahre ab 2011 gelten folgende Anteile:

  • Bund: rd. 67,4 %
  • Länder: rd. 20,7 %
  • Gemeinden: rd. 11,9 %

Ausschließliche Bundesabgaben

zB Stempel-, Rechtsgebühren und Bundesverwaltungsabgaben (512 Millionen Euro), Dienstgeberbeitrag zum Familienlastenausgleichsfonds (5.623 Millionen Euro, Erfolg 2015).

Ausschließliche Gemeindeabgaben

zB Kommunalsteuer (2.826 Millionen Euro), Grundsteuer (659 Millionen Euro)
(lt. "Gebarungsübersichten 2014")