Verordnung zur Mindestdeckung notleidender Risikopositionen – NPL Backstop

Die Verordnung (EU) 2019/630 des europäischen Parlaments und des Rates zur Änderung der Verordnung (EU) 575/2013 im Hinblick auf die Mindestdeckung notleidender Risikopositionen ist seit 26. April 2019 in Kraft. Die Verordnung wird auch als „NPL Backstop“ bezeichnet.

In einem „Aktionsplan für den Abbau notleidender Kredite in Europa“ vom 11. Juli 2017 ersuchte der Rat verschiedene Institutionen, geeignete Maßnahmen für den weiteren Abbau der großen Zahl von notleidenden Risikopositionen (NPLs)  in der Union zu ergreifen und ihr künftiges Anwachsen zu verhindern. Der NPL Backstop ist eine Maßnahme die aus dem Aktionsplan entstanden ist und zur Reduktion notleidender Kredite in der EU beitragen soll. 

Mit dem NPL Backstop werden bestehende aufsichtsrechtliche Eigenmittelvorschriften der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 durch Bestimmungen ergänzt, die einen Abzug von den Eigenmitteln vorschreiben, wenn notleidende Risikopositionen nicht in ausreichendem Maße durch Rückstellungen oder sonstige Anpassungen gedeckt sind. Eine solche Anforderung schafft faktisch eine aufsichtsrechtliche Letztsicherung für notleidende Risikopositionen, die für alle Institute in der Union gleichermaßen gelten und die auch Institute umfassen, die auf dem Sekundärmarkt aktiv sind.

Der NPL Backstop ist am 26. April 2019 in Kraft getreten und ist in allen seinen Teilen verbindlich und  unmittelbar in jedem Mitgliedstaat gültig.

Kundmachung

Die Verordnung (EU) 2019/630 des europäischen Parlaments und des Rates zur Änderung der Verordnung (EU) 575/2013 im Hinblick auf die Mindestdeckung notleidender Risikopositionen wurde am 25. April 2019 im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht.

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