Der Gebrauch von Cookies erlaubt uns Ihre Erfahrung auf dieser Website zu optimieren. Wir verwenden Cookies zu Statistikzwecken und zur Qualitätssicherung. Durch Fortfahren auf unserer Website stimmen Sie dieser Verwendung zu.

Weitere Informationen

 
 
 
 
 
 

Bemessungsgrundlage und Steuersätze

Hier werden die Bemessungsgrundlage sowie die Steuersätze zusammengefasst

VersicherungsartBemessungsgrundlageSteuersatz
Lebens- und Invaliditätsversicherungen
(Kapital- und Rentenversicherungen aller Art) und ähnliche Versicherungen
- Kapitalversicherungen einschließlich fondsgebundener Lebensversicherungen auf den Er- oder den Er- und Ablebensfall mit kurzer Laufzeit1) und EinmalerlagVersicherungsentgelt11 Prozent
- alle übrigen Lebens- und InvaliditätsversicherungenVersicherungsentgelt4 Prozent
PensionskassenbeiträgeVersicherungsentgelt2,5 Prozent
KrankenversicherungenVersicherungsentgelt1 Prozent
Pflanzenversicherungen gegen Elementarschäden (Hagel, Frost und andere ungünstige Witterungsverhältnisse)Versicherungssumme
für jedes Versicherungsjahr
2 Promille
SachversicherungenVersicherungsentgelt11 Prozent
Überweisung des Deckungserfordernisses 
- wenn die Leistungszusage allen oder bestimmten Gruppen von bei diesen Unternehmen Beschäftigten gewährt wurdeDeckungserfordernis oder Übertragungsbetrag2,5 Prozent
- wenn die Leistungszusage nicht allen oder bestimmten Gruppen von bei diesen Unternehmen Beschäftigten gewährt wurdeDeckungserfordernis oder Übertragungsbetrag4 Prozent

Nachversteuerung 

Bei Lebensversicherungen unterliegt das gezahlte Versicherungsentgelt unter bestimmten Voraussetzung nachträglich einer weiteren Steuer von 7 Prozent: 

  • Das Versicherungsverhältnis wird in welcher Weise auch immer in eine Kapitalversicherung geändert, die dem Steuersatz von 11 Prozent unterliegt. Im Fall einer Prämienfreistellung gilt dies nur dann, wenn sie innerhalb von drei Jahren ab Vertragsabschluss auf einen Zeitraum von mehr als einem Jahr erfolgt.
  • Bei einem Versicherungsverhältnis, bei dem bei Vertragsabschluss keine laufende, im Wesentlichen gleichbleibende Prämienzahlung vereinbart war (Einmalerlag) oder bei dem innerhalb von drei Jahren ab Vertragsabschluss eine Prämienfreistellung auf einen Zeitraum von mehr als einem Jahr erfolgt
    • im Fall einer Kapitalversicherung einschließlich fondsgebundener Lebensversicherung oder einer Rentenversicherung vor Ablauf von zehn Jahren ab Vertragsabschluss, wenn der Versicherungsnehmer und die versicherten Personen im Zeitpunkt des Abschlusses des Versicherungsvertrages jeweils das 50. Lebensjahr vollendet haben, beziehungsweise von fünfzehn Jahren ab Vertragsabschluss in allen anderen Fällen ein Rückkauf erfolgt und die Versicherung dem Steuersatz von 4 Prozent unterlegen hat.
    • von zehn Jahren ab Vertragsabschluss, wenn der Versicherungsnehmer oder eine der versicherten Personen im Zeitpunkt des Abschlusses des Vertrages jeweils das 50. Lebensjahr vollendet haben, beziehungsweise von fünfzehn Jahren ab Vertragsabschluss in allen anderen Fällen vereinbart ist, diese mit einer Kapitalzahlung abgefunden wird. 

Als Prämienfreistellung gilt für die Frage der Versicherungssteuerpflicht gemäß Z 1 und 2 jede Nichtbezahlung der Prämie, es sei denn, die Nichtbezahlung betrifft ein Versicherungsverhältnis, bei dem der Arbeitgeber Prämien im Rahmen der betrieblichen Altersvorsorge für seine Arbeitnehmer auf der Grundlage eines Kollektivvertrages, einer Betriebsvereinbarung oder einer zwischen ihm und einem Arbeitnehmer abgeschlossenen Vereinbarung leistet.

Prämienherabsetzungen sind wie Prämienfreistellungen zu beurteilen, wenn sie mehr als 50 Prozent des vereinbarten laufenden Versicherungsentgeltes umfassen.

Prämienfreistellung

Eine Prämienfreistellung kann unter bestimmten Umständen zu einer Umqualifizierung oder Nachversteuerung führen. Nähere Informationen finden sie in dem Dokument Beantwortung von Zweifelsfragen zur Versicherungssteuer unter Punkt 36. Rechtsfolgen von Prämienfreistellungen.

Erhöhung der Versicherungssumme

Jede Erhöhung der Versicherungssumme im Rahmen eines bestehenden Versicherungsvertrages, der dem Steuersatz von 4 Prozent des § 6 Abs 1 Z 1 lit. b VersStG unterliegt, auf insgesamt mehr als das Zweifache der ursprünglichen Versicherungssumme (wieder gegen eine nicht laufende, im wesentlichen gleichbleibende Prämienzahlung) gilt als selbständiger Abschluss eines neuen Versicherungsvertrages. Es muss eine Prüfung dieses neuen Vertrags anhand der Laufzeit und des Alters des Versicherten und des Versicherungsnehmers hinsichtlich des Steuersatzes erfolgen.  

Stand: 01.01.2019

Abgenommen durch:
  • Bundesministerium für Finanzen