Abkommen zwischen der schweizerischen Eidgenossenschaft und der Republik Österreich über die Zusammenarbeit in den Bereichen Steuern und Finanzmarkt

Nachfolgend wollen wir Ihnen alle wichtigen Informationen rund um das Abkommen in den Bereichen Steuern und Finanzmarkt zwischen der Schweiz und Österreich zur Verfügung stellen.

Das Abkommen zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Republik Österreich über die Zusammenarbeit in den Bereichen Steuern und Finanzmarkt wurde am 13. April 2012 von Finanzministerin Dr. Maria Fekter und Amtskollegin Eveline Widmer-Schlumpf unterzeichnet, am 17. April 2012 im Ministerrat beschlossen und der parlamentarischen Behandlung zugewiesen.

Das Abkommen basiert auf den von der Schweiz mit Deutschland und dem Vereinigten Königreich abgeschlossenen Abkommen ähnlicher Art. Betroffen davon sind alle natürlichen Personen, die einen Wohnsitz in Österreich haben und ein Konto oder Depot bei einer Schweizer Bank besitzen. Schweizer Banken werden für diese unversteuerten Beträge für die Vergangenheit eine Abgeltungssteuer einheben. Das heißt, sie ziehen von österreichischen Kundinnen/Kunden einen pauschalen Steuerbetrag auf bereits bestehende Vermögen bzw. Kapitalerträge und –gewinne ab und leiten diese an die österreichischen Steuerbehörden weiter. Mit dieser Überweisung gilt die Steuerpflicht der Vergangenheit als abgegolten. Für die Anlegerin/den Anleger besteht allerdings ein Wahlrecht. Er kann sich entweder für diese Nachversteuerung in Form einer anonymen Einmalzahlung oder eine Offenlegung seiner Vermögenswerte gegenüber der österreichischen Finanzverwaltung entscheiden.

Laufende Kapitalerträge österreichischer Guthaben in der Schweiz werden im Rahmen des Abkommens durch eine jährliche Abzugssteuer mit Kapitalerträgen in Österreich gleichgestellt.

Das Abkommen wurde am Dienstag, dem 3. Juli 2012 im Finanzausschuss des Nationalrates und am Freitag, dem 6. Juli 2012 im Plenum des Nationalrates mehrstimmig angenommen.

Am 17. Juli 2012 wurde das Abkommen im Finanzausschuss und am 19. Juli 2012 im Plenum des Bundesrates mehrheitlich angenommen. Das Abkommen ist erstmals anwendbar mit 01. Jänner 2013.