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EU/Mitgliedsländer/Drittstaaten

Liste der für ausländische Unternehmer zuständigen Behörden in Drittstaaten

Hier  finden Sie die Anschriften der für ausländische Unternehmerinnen/Unternehmer zuständigen Steuerbehörden der Drittstaaten, soweit sie dem Bundesministerium für Finanzen bekannt sind und zur Verfügung stehen.

Mehrwertsteuersätze und Schwellenwerte in der EU

Auf diesen Seiten finden Sie einen Überblick und Informationen zu den geltenden Mehrwertsteuersätzen und Schwellenwerten der EU-Mitgliedstaaten, veröffentlicht durch die EU-Kommission.

Elektronische Dienstleistungen und Sonderregelung für Drittlandsunternehmer nach § 25a UStG

Eine elektronische Dienstleistung ist eine Leistung, die über das Internet oder ein ähnliches elektronisches Netz erbracht wird, deren Erbringung aufgrund ihrer Art im Wesentlichen automatisiert und nur mit minimaler menschlicher Beteiligung erfolgt und ohne Informationstechnologie nicht möglich ist.

Elektronische Dienstleistungen sind ua.:

  • Bereitstellung von Web-Sites, Web-Hosting, Online-Data-Ware-Housing (Datenspeicherung und –abruf auf elektronischem Wege)
  • Bereitstellung von Software und deren Aktualisierung (Updates)
  • Bereitstellung von Bildern, Texten und Informationen (E-Books; Online-Zeitungen)
  • Bereitstellung von Datenbanken (z.B. Suchmaschinen)
  • Bereitstellung von Musik, Filmen und Spielen, einschließlich Glücksspielen und Lotterien sowie von Sendungen und Veranstaltungen aus dem Bereich Politik, Kultur, Kunst, Sport, Wissenschaft und Unterhaltung
  • Erbringung von elektronischen Fernunterrichtsleistungen

Keine elektronischen Dienstleistungen sind ua.:

  • Lieferungen auf Grund elektronischer Bestellung
  • Lieferungen von körperlichen Datenträgern (z.B. CD-Rom, CD, Disketten, DVD etc.)
  • Lieferungen von Druckerzeugnissen sowie von Spielen auf CD-Rom
  • Nicht automatisierter Fernunterricht
  • Reparatur von EDV-Ausrüstung
  • Kommunikation via E-Mail (auch Beratungsleistungen)
  • Internetzugang sowie Videofonie

Bei elektronischen Dienstleistungen bestimmt sich der Leistungsort grundsätzlich nach dem Empfängerortprinzip, d.h. bei Leistungen zwischen Unternehmern erfolgt die Besteuerung dort, wo die Leistungsempfängerin/der Leistungsempfänger sein Unternehmen betreibt (§ 3a Abs 6 UStG). Liegt der Leistungsort einer elektronischen Dienstleistung einer ausländischen Unternehmerin/eines ausländischen Unternehmers auf Grund dieser Regelung in Österreich, so geht die Steuerschuld unter den Voraussetzungen des § 19 Abs 1 UStG auf die Leistungsempfängerin/den Leistungsempfänger über.

Das Empfängerortprinzip gilt auch bei derartigen Leistungen einer EU-Unternehmerin/eines EU-Unternehmers gegenüber einer Nichtunternehmerin/einem Nichtunternehmer aus dem Unionsgebiet als auch aus einem Drittland (§ 3a Abs 13 UStG).

Achtung ab 1.Jänner 2019 kommt nach Art 3a Abs 5 UStG bei elektronischen Dienstleistungen bei Leistungserbringung gegenüber Nichtunternehmerin/einem Nichtunternehmer aus einem anderen EU-Mitgliedstaat der Unternehmerort zur Anwendung, wenn der leistende Unternehmer nur in einem EU-Mitgliedstaat ansässig ist und der mit Beginn des Jahres 2019 geltende Schwellenwert von 10.000 Euro im vorangegangenen Kalenderjahr nicht überschritten wurde. Wenn die betreffenden Umsätze über diesen Schwellenwert liegen bzw. diesen im laufenden Kalenderjahr überschreiten werden oder der leistende Unternehmer auf die Anwendung der Schwellenwertregelung verzichtet, so bleibt der Umsatz am Empfängerort nach § 3a Abs 13 UStG steuerbar.
Der Verzicht ist schriftlich innerhalb der Frist zur Abgabe der Voranmeldung für den Voranmeldungszeitraum eines Kalenderjahres, in dem erstmals eine solche Leistung getätigt worden ist, einzubringen und bindet den Unternehmer für mindestens zwei Kalenderjahre. Die schriftliche Erklärung kann auch durch Aufnahme der Umsätze in die MOSS-Erklärung erfolgen (siehe Neuerungen durch das JStG 2018, BGBl I Nr. 62/2018, und Umsatzsteuerrichtlinien 2000, Rz 3918 ff).

Erbringt eine Drittlandsunternehmerin/ein Drittlandsunternehmer eine solche an eine Nichtunternehmerin/einen Nichtunternehmer aus dem EU-Raum, bleibt es ebenfalls beim Empfängerortprinzip (§ 3a Abs 13 UStG).

Ist die Empfängerin/der Empfänger einer elektronischen Dienstleistung eine Privatperson, kommt es nicht zum Übergang der Steuerschuld und die leistende Unternehmerin/der leistende Unternehmer bleibt Steuerschuldner.

Ist eine Drittlandsunternehmerin/ein Drittlandsunternehmer in diesen Fällen der Leistungserbringung gegenüber Nichtunternehmerinnen/Nichtunternehmern nicht im EU-Gemeinschaftsgebiet für Mehrwertsteuerzwecke registriert, so kann sie/er sich unter bestimmten Bedingungen dafür entscheiden, sich in einem der EU-Mitgliedstaat steuerlich erfassen zu lassen.

Voraussetzung für die Inanspruchnahme der in Österreich in diesem Zusammenhang geltenden Sonderregelung des § 25a UStG ist, dass die Drittlandsunternehmerin/der Drittlandsunternehmer im Gemeinschaftsgebiet

  • weder Wohnsitz, Sitz oder Betriebsstätte hat,
  • ausschließlich Umsätze gemäß § 3a Abs 13 UStG tätigt,
  • für Zwecke der Umsatzsteuer nicht erfasst ist und auf elektronischem Weg dem Finanzamt Graz-Stadt die Option zur Sonderregelung mitteilt.

Hinweis Mit 1. Jänner 2019 entfällt die Voraussetzung, dass der Unternehmer in der EU nicht zur Umsatzsteuer registriert sein darf (siehe JStG 2018, BGBl I Nr. 62/2018).

Dies erfolgt durch einen Online-Antrag auf Registrierung ihres/seines Unternehmens. Wird der Antrag genehmigt, erhält die Unternehmerin/der Unternehmer mittels E-Mail seine EU-Identifikations-Nummer sowie seinen Benutzernamen und sein Passwort an die bekannt gegebene E-Mail-Adresse zugesandt. Sie/Er ist dann verpflichtet, Umsätze gemäß § 3a Abs 13 UStG auf elektronischem Wege über die oben angeführte Internetadresse zu erklären.

Unternehmerinnen/Unternehmer haben die Anzeige über den Beginn der Tätigkeit und die Inanspruchnahme der Sonderregelung zu übermitteln, bevor sie Umsätze nach § 3a Abs 13 UStG im Gemeinschaftsgebiet ausführen.

Die Unternehmerin/Der Unternehmer kann die Ausübung des Wahlrechtes widerrufen (§ 25a Abs 10 UStG). Dieser Widerruf ist nur bis zum Beginn eines Kalendervierteljahres mit Wirkung ab diesem Zeitraum möglich.

eLearning Kurs über die MwSt.-Richtlinie auf der Website der Europäischen Kommission

Der eLearning-Kurs wurde von der Europäischen Kommission unter dem Fiscalis 2013 Programm entwickelt. Er richtet sich an Unternehmen, Steuerbeamtinnen/Steuerbeamte in EU-Ländern und alle an MwSt.-Fragen Interessierte. Inhaltlich geht es um die Erklärung der Grundprinzipien, auf der die "MwSt.-Richtlinie" der EU (Nr. 2006/112/EG) beruht. Die Schulung wurde von der Generaldirektion Steuern und Zollunion der Europäischen Kommission in enger Zusammenarbeit mit Steuerexpertinnen/Steuerexperten nationaler Behörden entwickelt.

Weitere Informationen zum Kurs, wie auch den Kurs selbst, finden Sie unter http://ec.europa.eu/taxation_customs/common/elearning/vat/index_de.htm 

Stand: 01.01.2019

Abgenommen durch:
  • Bundesministerium für Finanzen