Zentralleitung

Die Zentralleitung des Bundesministeriums für Finanzen hat Ihren Sitz in der Johannesgasse 5 im ersten Wiener Gemeindebezirk und vereint die Sektionen I bis IV. Die IT-Sektion hat ihren Standort in der Hinteren Zollamtsstraße 2b unmittelbar neben der BRZ GmbH im dritten Wiener Gemeindebezirk.

Das Generalsekretariat

Das Generalsekretariat trägt die Verantwortung für die Gesamtsteuerung des BMF. Es ist die Schnittstelle zwischen den Sektionen, den Finanz- und Zollämtern sowie der politischen Ebene.

MMag. Thomas Schmid

MMag. Thomas Schmid

Kernaufgabe des Generalsekretariats ist die Festlegung der strategischen Ziele und Ausrichtung langfristiger sektionsübergreifender Schwerpunkte des Finanzministeriums sowie deren konsequente und effiziente Umsetzung. Zu diesem Zwecke sind die Abteilungen Ressourcenplanung, Multiprojektmanagement, Interne Revision sowie Kommunikation direkt dem Generalsekretariat unterstellt. 

Ziel des Generalsekretariats ist es Impulsgeber für zukunftsweisende Veränderungen zu sein und die dafür erforderlichen Standards und Methoden in der gesamten Organisation zu verankern.


Sektion I - Finanzverwaltung, Management und Services

Die Sektion I ist Strategieberater und Dienstleister für das gesamte Ressort, gestaltet den Transformationsprozess der Organisationskultur mit und erfüllt die Aufgaben der Aufkommenssicherung modern, kundenorientiert und effizient.

SC Dipl.-Kfm. Eduard Müller, MBA

SC Dipl.-Kfm. Eduard Müller, MBA

Die Sektion I sieht sich als Reformmotor und gestaltet aktiv die kontinuierliche Weiterentwicklung des Finanzressorts und der gesamten Bundesverwaltung. Das spiegelt sich im breiten Aufgabenspektrum wider, das sich aus Fachagenden, Koordinierungsaufgaben und Supportleistungen zusammensetzt.

Serviceorientierung sowie Kundinnen- und Kundenzufriedenheit – basierend auf Innovation, Kreativität und Effizienz – spielen in einer modernen sowie vernetzten Dienstleistungsgesellschaft, zu der auch der Öffentliche Dienst gehört, eine entscheidende Rolle. Fachlich bestausgebildete und hoch qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind dafür die Grundvoraussetzung. Neben dem Personalmanagement trägt die Sektion I des Finanzministeriums die zentrale Koordinierungsverantwortung für die Gestaltung optimaler Arbeitsbedingungen und den Ressourceneinsatz im Ressort. Dies beinhaltet die kontinuierliche Weiterentwicklung und Modernisierung der Organisationsstruktur sowie der Arbeitsformen als auch ein effizientes, zeitgemäßes Flächenmanagement. Verwaltung ist kein Selbstzweck und hat sich an die Bedürfnisse der Gemeinschaft anzupassen – nicht umgekehrt.

In der Sektion I werden Leistungs- und Ressourcenverantwortung zusammengeführt. Die für den Abgabenvollzug verantwortlichen Bereiche Verwaltungsmanagement und Organisation der Steuer- und Zollverwaltung sowie Betrugsbekämpfung sehen die Sicherung des Abgabenaufkommens und die Vollziehung des Steuerrechts als Kernaufgaben. Bei ihnen liegt die Verantwortung für die strategische Planung von Zielen und Ressourcen, das laufende Management sowie die stetige Weiterentwicklung der  Steuer-und Zollverwaltung (Finanz- und Zollämter, Großbetriebsprüfung, Steuerfahndung, Finanzpolizei). Die Finanzverwaltung verfolgt eine zielgruppengerechte Abgabencompliance-Strategie für Private und Unternehmer, die sowohl eine effektive und effiziente Betrugsbekämpfung als auch Maßnahmen umfasst, die es redlichen Unternehmen und Abgabepflichtigen erleichtern, ihre steuerlichen Verpflichtungen einfach und unbürokratisch zu erfüllen. 

Strategische Zielsetzungen

  • Effizienter und effektiver Ressourceneinsatz im Ressort
  • „Auf lange Sicht“: strategisches Personal- und Infrastrukturmanagement
  • Controlling und Governance von Beteiligungen
  • Konsequente Optimierung der administrativen Abläufe in der Finanzverwaltung
  • Sicherung des Abgabenaufkommens
  • zielgruppengerechte Abgabencompliance-Strategie
  • Finanzverwaltung kunden- und serviceorientiert gestalten

Tätigkeitsfelder der Präsidialsektion

  • Human Ressources-Management, Gesundheitsförderung
  • Koordinationstätigkeit u.a. mit Parlament, Ministerrat, Rechnungshof, andern Ressorts, Gebietskörperschaften
  • Ausschreibungs- und Vergabeangelegenheiten
  • Agenden des Bundeshaushaltsgesetzes des Finanzressorts und Erstellung des Bundesvoranschlags
  • Gebäude- und Facilitymanagement
  • Beteiligungs- und Liegenschaftsverwaltung
  • Risikomanagement
  • Verwaltungsmanagement und Organisation der Steuer- und Zollverwaltung
  • Legislative Angelegenheiten des Glückspielmonopols
  • Betrugsbekämpfung
  • Steuerombudsdienst

Sektion II - Budget

Die Budgetsektion nimmt die Gesamtverantwortung für das österreichische Bundesbudget wahr und strebt nachhaltig konsolidierte öffentliche Finanzen an. 

Mag. Helga Berger

SC Mag. Helga Berger

Eine wesentliche Kernkompetenz der Bundesministerin/des Bundesministers für Finanzen besteht in der Gesamtverantwortung für das österreichische Bundesbudget. Auf Verwaltungsebene nimmt die Budgetsektion diese Verantwortung wahr und strebt nachhaltig konsolidierte öffentliche Finanzen an. Sie ist mit dafür verantwortlich, dass die zur Finanzierung der Staatsaufgaben verwendeten öffentlichen Mittel wirtschaftlich, sparsam und zweckmäßig eingesetzt werden. Dabei wird auf die Einhaltung der Grundsätze der Haushaltsführung Wirkungsorientierung, Transparenz, Effizienz und "true and fair view" geachtet. Die Budgetsektion erstellt und vollzieht das Bundesbudget und ist für die finanziellen Beziehungen des Bundes mit anderen Gebietskörperschaften, Sozialversicherungsträgern sowie der EU verantwortlich und an der Entwicklung von Struktur- und Verwaltungsreformen beteiligt.

Strategische Zielsetzungen

  • Langfristig nachhaltig konsolidierte öffentliche Finanzen
  • Sicherung des "Value for Money" durch Strukturreformen in budgetär relevanten Bereichen

Tätigkeitsportfolio der Budgetsektion

  • Erstellung und Vollziehung des Budgets des Bundes
  • Gestaltung der Finanzbeziehungen zu Ländern und Gemeinden
  • Vertretung der österreichischen finanziellen Interessen auf EU-Ebene und Verantwortung für die Finanzflüsse zwischen EU-Budget und österreichischem Bundesbudget
  • Mitarbeit bei der Entwicklung und Einführung von Strukturreformen, vor allem im Bereich New Public Management; wie bspw. Haushaltsanalysen

Sektion III - Wirtschaftspolitik, Finanzmärkte und Zölle

Die Sektion III nimmt im Rahmen ihrer nationalen, europäischen und internationalen Agenden in den Bereichen Wirtschaftspolitik, Finanzmärkte und Zölle eine strategische Rolle ein. Durch fundierte Analysen und die Formulierung von Lösungsvorschlägen spielt sie eine Schlüsselrolle bei der Bewältigung der anstehenden Herausforderungen.

SC Mag. Harald Waiglein

SC Mag. Harald Waiglein

Die Sektion "Wirtschaftspolitik, Finanzmärkte und Zölle" ist zentraler Schnittpunkt zwischen der österreichischen, der europäischen und der globalen Wirtschafts-, Finanz- und Zollpolitik. Sie  ist federführend in der Vorbereitung der Aufsichts- , Finanzmarkt- und Zolllegistik. Die Entwicklung der wirtschaftspolitischen Instrumente erfolgt auf Grundlage der österreichischen Interessen und vor dem Hintergrund der internationalen und nationalen Diskussionen.

Strategische Zielsetzungen

  • Wirtschafts-,finanzmarkt- und zollpolitisches Kompetenzzentrum, das analytisch fundierte Strategien entwirft und diese aus gesamtwirtschaftlicher Sicht optimal umsetzt
  • Die österreichischen Interessen der Wirtschafts-,Finanzmarkt- und Zollpolitik bestmöglich in die internationale Diskussion einbringen und an einer Weiterentwicklung aktiv mitgestalten 
  • Schaffung optimaler Rahmenbedingungen für den österreichischen Finanz- und Kapitalmarkt sowie die Wirtschaft

Tätigkeitsportfolio der Sektion III

  • Aufbereitung wirtschaftspolitischer Entscheidungsgrundlagen und Erstellung von Analysen (Makropolitik, Strukturpolitik)
  • Koordination der Ressortpositionen zu Fragen der Europäischen Integration, der EU-Erweiterung und der Handelspolitik
  • Vertretung der Eigentümerinteressen und Wahrnehmung der Mitwirkungsrechte in internationalen Finanzinstitutionen (IFI) 
  • Konzeption und Umsetzung von Initiativen zur Stärkung des österreichischen Finanzmarktes 
  • Finanzmarktkomitee als gemeinsame Plattform von Finanzmarktaufsichtsbehörde, Oesterreichischer Nationalbank und Finanzministerium 
  • Einbringung der österreichischen Interessen in die internationale Debatte, insbesondere in den Bereichen Banken-, Kapitalmarkt- und Versicherungsrecht; Transferierung von EU-Recht in nationales Recht 
  • Wahrung der EU-Rechtskonformität des nationalen Rechtsbestandes im Bereich des Banken- und Kapitalmarktrechtes 
  • Übernahme von Staatshaftungen und Haftungspolitik des Bundes 
  • Definition von Kriterien und Maßstäben für die Übernahme von Staatshaftungen 
  • Administration des Punzierungswesens. 
  • Strategische Ausrichtung der Exportförderung und der Ausfuhrfinanzierung 
  • Export-Haftungsübernahmen in enger Zusammenarbeit mit der Oesterreichischen Kontrollbank
  • Zollrecht, Zollpolitik und Internationale Zollangelegenheiten
  • Tarifmanagement; Handelspolitische Instrumente; Organisation internationaler Projekte und Programme

Sektion IV - Steuerpolitik und Steuerrecht

Die Sektion IV umfasst alle Agenden der Steuerpolitik und des Steuerrechts, sie erarbeitet strategische legistische Maßnahmen auf nationaler und internationaler Ebene sowie die Grundlagen für eine bundesweit einheitliche Vollziehung.

SC Univ.-Prof. DDr. Gunter Mayr

SC Univ.-Prof. DDr. Gunter Mayr

Steuerrecht auf höchstem fachlichem Niveau ist gerade in Zeiten zunehmender Internationalisierung, verstärktem Wettbewerb sowie der Wirtschafts- und Finanzkrise von höchster Bedeutung.

Das Aufgabenspektrum der Sektion VI ist weit gestreut und umfasst u.a.:

  • Steuerpolitik
  • Steuerschätzung
  • Einkommen- und Körperschaftsteuer
  • Lohnsteuer
  • Umsatzsteuer
  • EU-Steuerharmonisierung
  • Internationales Steuerrecht
  • Grundsteuer und Grunderwerbsteuer
  • Gesellschaftsteuer
  • Stempel- und Rechtsgebühren
  • Versicherungssteuer (inkl. motorbezogene Versicherungssteuer) und KFZ-Steuer
  • Verbrauchsteuern, Tabakmonopol
  • Normverbrauchsabgabe
  • Energieabgaben und Energieabgabenvergütung

Strategische Zielsetzungen

  • Konzepte für eine stabile nachhaltige, faire und gleichmäßige Gestaltung des Steuersystems
  • Sicherstellung eines effizienten Steuersystems und eines einheitlichen Vollzuges durch Richtlinien und Erlässe
  • Standortsicherung und Behauptung im internationalen Steuerwettbewerb
  • Internationaler, fachlicher Informationsaustausch über die steuerpolitischen Entwicklungen in anderen Staaten
  • Hebung der Abgabenmoral zur Sicherung des Abgabenaufkommens

Tätigkeitsportfolio der Sektion Steuerpolitik und materielles Steuerrecht

  • Erstellung eines Kataloges möglicher Steuerreformmaßnahmen
  • Ausarbeitung steuerpolitischer Detailkonzepte
  • Analyse der Maßnahmen in Hinblick auf budgetäre und ökonomische Auswirkungen
  • Vorbereitung von Gesetzen und Verordnungen in allen Bereichen des materiellen Steuerrechts
  • Erstellung bürgerspezifischer Informationen
  • Erfahrungsaustausch im materiellen Steuerrecht hinsichtlich anderer Besteuerungssysteme
  • Abschluss von Doppelbesteuerungsabkommen
  • Österreichische Vertretung in internationalen Gremien 

Sektion V - Informations- und Kommunikationstechnologie, E-Government

Die IT-Sektion ist die zentrale Drehscheibe zwischen den Fachbereichen und den IT-Dienstleistern gemeinsam auf dem Weg zum Electronic Government

SC Dr. Gerhard Popp

SC Dr. Gerhard Popp

Die Entwicklung und Umsetzung maßgeschneiderter, moderner IT-Verfahren ist Kernaufgabe der Sektion V. Dem BMF ist es so möglich, innovative Kommunikations- und IT-Lösungen für Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen sowie für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bereitzustellen. Auch an der Entwicklung ressortübergreifender Technologien, zum Beispiel für das Personalmanagement des Bundes, wird in der Sektion V intensiv gearbeitet. Ziel ist es, durch einmal entwickelte, mehrfach genutzte IT-Services, Verwaltungs- und Betriebskosten einzusparen sowie Synergieeffekte zu nutzen.

Zahlreiche internationale Auszeichnungen unterstreichen die Vorreiterrolle des BMF im E-Government: Mit dem mehrfach prämierten E-Government-Flaggschiff FinanzOnline hat die Sektion V eines der europaweit innovativsten Angebote entwickelt. Seit dem Start im Jahr 2003 konnte die Finanzverwaltung damit eine Kostenreduktion von rund 330 Millionen Euro erreichen. Auch die seit 2015 betriebene Antraglose Familienbeihilfe (ALF) erzielte als erster amtlicher österreichischer „No-Stop-Shop“ bereits zwei internationale sowie vier nationale Auszeichnungen. 

Die Sektion V wickelt den gesamten elektronischen Zahlungsverkehr der Republik ab und hat im Jänner 2014 die verpflichtende e-Rechnung an den Bund mit einem enormen Einsparungspotenzial eingeführt. Anfang 2016 wurde das Liquiditäts- und Risikomanagement der Österreichischen Bundesfinanzierungsagentur (ÖBFA) abgelöst und in eine bestehende IT-Anwendung des BMF integriert. Das brachte beim 15. eGovernment-Wettbewerb in Berlin den zweiten Platz in der Kategorie „bestes Modernisierungsprojekt“. Ebenso tragen das Unternehmensserviceportal (USP) und das Transparenzportal dazu bei, dass sich Österreich zuletzt im E-Government-Ranking von Platz neun auf Platz sechs verbessern konnte.

Strategische Zielsetzungen

Wir tragen dazu bei, das BMF mit E-Government zu einer der modernsten Finanzverwaltungen der Welt zu machen:

  • Wir machen die Applikationen der Finanzverwaltung fit für mobile Geräte im Außendienst.
  • Wir bauen Big-Data-Plattformen, um zB mit Data-Mining umfangreiche Datenmengen zu analysieren und auszuwerten und so die Trefferquote in der Betrugsbekämpfung zu erhöhen.
  • Wir legen den Grundstein für E-Collaboration, damit in der Verwaltung zeitlich oder räumlich getrennte Teams und Gruppen besser zusammenarbeiten können.
  • Wir schaffen mit moderner IT Vereinfachungen und Kostensenkungen in den Verwaltungsprozessen.
  • Wir erzeugen Synergien durch ressortübergreifende IT-Verfahren.

Tätigkeitsportfolio der Sektion V

  •  E-Government für das Ressort
  • Strategische Angelegenheiten der Informationstechnologie im Finanzministerium
  • Organisation der IT-Verfahren für die Finanzverwaltung sowie Budget-, Haushalts- und Personalangelegenheiten der gesamten Bundesverwaltung
  • Angelegenheiten der IT-Infrastruktur des Ressorts
  • IT-Unterstützung anderer Ressorts
  • Organisation des Buchhaltungs- und Kassenwesens des Bundes
  • Angelegenheiten der Europäischen Integration auf dem Gebiet der IT