Spielerschutz und Hilfsangebote

Spielen ist so alt wie die Menschheit. Hängt die Entscheidung ausschließlich oder vorwiegend vom Zufall ab, so sprechen wir von Glücksspiel. Auch wenn dieses für die meisten Menschen rein der Unterhaltung dient, so gibt es doch auch einige, für die Glücksspiel zum Problem werden kann.

Ein klares Regelwerk ebenso wie umfassende, vielseitige Unterstützung sollen dazu beitragen, verantwortungsvolles Spielen sicherzustellen und mögliche Schattenseiten des Spielens zu minimieren. Darüber hinaus ist es wichtig, jenen, die ihr Spiel nicht mehr umfassend kontrollieren können, ebenso wie deren Angehörigen, mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

Spielerschutzstelle im Bundesministerium für Finanzen

Im Bundesministerium für Finanzen ist nach § 1 Abs. 4 Glücksspielgesetz (GSpG) eine Spielerschutzstelle eingerichtet.

Spielerschutz umfasst viele Gebiete wie zum Beispiel

  • Existenzsicherung,
  • Gesundheitsschutz und Suchtprävention,
  • Jugendschutz sowie
  • Konsumentenschutz.

Zu den Tätigkeiten der Spielerschutzstelle gehören daher unter anderem

  • Vernetzung, Koordination und Zusammenarbeit in Spielerschutzangelegenheiten mit Behörden und fachlichen Einrichtungen auf Bundes-, Landes- sowie Regionalebene sowie international;
  • Spielerschutz einschließlich Spielsuchtprävention im österreichischen sowie internationalen Glücksspielrecht;
  • die fachliche Beurteilung von Spielerschutzkonzepten der Bundeskonzessionäre;
  • Unterstützung der Glücksspielaufsicht in fachlicher Hinsicht;
  • Aufklärungs- und Informationsarbeit über die Risiken des Glücksspiels;
  • Unterstützung des Spielerschutzes in Beratung, Forschung und Entwicklung.

Beratung, Hilfe, Information – Spielerschutz

Fachtagungen der Stabsstelle für Spielerschutz

Die Stabsstelle für Spielerschutz organisiert jährlich einen Fachkongress zum Thema Glücksspiel und Spielerschutz. Dieser soll insbesondere der Weiterbildung und dem fachlichen Austausch der im Bereich des Spielerschutzes Tätigen dienen. Die Teilnahme erfolgt auf Einladung des Bundesministeriums für Finanzen und ist kostenlos. Sie stellt eine finanzielle Unterstützungsmaßnahme im Sinne des § 1 Abs. 4 des Glücksspielgesetzes, BGBl. Nr. 620/1989 idgF, dar.

2016: Vorankündigung - "Spielsucht – verschiedene analytische, präventive und therapeutische Ansätze"

6. Fachtagung zu Glücksspiel & Spielerschutz zum Thema „Spielsucht – verschiedene analytische, präventive und therapeutische Ansätze“

Mittwoch, 23. November 2016
Bundesministerium für Finanzen
Johannesgasse 5, 1010 Wien

Die Teilnahme an dieser Veranstaltung erfolgt auf persönliche Einladung. Sie ist kostenlos und stellt eine finanzielle Unterstützungsmaßnahme im Sinne des § 1 Abs. 4 des Glücksspielgesetzes, BGBl. Nr. 620/1989 idgF, dar.

Im Rahmen ihres bereits 6. Fachkongresses zu  Glückspiel und Spielerschutz widmet sich die im Bundesministerium für Finanzen angesiedelte Spielerschutzstelle heuer diversen analytischen, präventiven sowie therapeutischen Ansätzen zum Thema Glücksspiel und Spielsucht. 

Glücksspiel hat viele Facetten. Neben positiven Aspekten wie der Unterhaltung, die für viele Menschen im Vordergrund steht, den Arbeitsplätzen der verschiedensten Berufsgruppen dieser Branche, aber auch den steuerlichen Einnahmen des Staates, verursacht unkontrolliertes Spielen durchaus auch Leid bei Betroffenen und Angehörigen sowie teilweise beträchtliche Kosten. Diese Ambivalenz wollen wir ebenso auf wissenschaftlicher Basis beleuchten wie die Auswirkungen bereits vorhandener Grunderkrankungen auf das Glücksspielverhalten.

 Zum richtigen Umgang mit dem Glücksspiel durch die besonders vulnerable Gruppe der Kinder und Jugendlichen werden zwei Projekte mit unterschiedlichen Ansätzen vorgestellt. Nicht zuletzt ist der Weg zu maßvoller Werbung für Glücksspiel immer wieder ein Thema, das sowohl auf nationaler als auch internationaler Ebene diskutiert wird. Die hierzu vom Bundesministerium für Finanzen veröffentlichten Auslegungen für die Praxis wurden auf Basis einer wissenschaftlichen Studie hierzu erstellt.

Programm

2015: "5 Jahre verstärkter Spielerschutz in Österreich"

Am 12. November 2015 fand bereits zum fünften Mal die Fachtagung der Spielerschutzstelle statt, mit der sowohl fachlich als auch rechtlich Bilanz über deren Arbeit gezogen wurde. Neue Daten und Erkenntnisse aus Forschung und Praxis zu Spielerschutz wurden ebenso aufgezeigt wie richtungsweisenden Ideen zur Zukunft des Spielerschutzes und der Spielsuchtprävention Raum geboten wurde.

Die Präsentationen der Vortragenden und deren Kurzzusammenfassungen stehen als Download bereit:

Fotos von der 5. Fachtagung zu Glücksspiel und Spielerschutz

Nachstehende Themen wurden schwerpunktmäßig bei vorhergehenden Fachtagungen behandelt:

2014: "Spielerschutz - Vielfalt als Herausforderung"

Fotos von der 4. Fachtagung zu Glücksspiel und Spielerschutz

2013: "Online-Glücksspiel: Die neue Herausforderung: Von der Sichtweise der Europäischen Kommission bis zur Notwendigkeit der Behandlung"

2012: „Glücksspiel und Sucht: Eine umfassende Betrachtung aus Wissenschaft und Praxis“ 

2011: „Glücksspielsucht: Aktuelle Entwicklungen: Epidemiologie, Prävention und Spielerschutz in Österreich, Deutschland und der Schweiz“

Name
Stabsstelle für Spielerschutz
Adresse
Hintere Zollamtsstraße 2b
1030 Wien