Werbeabgabe

Die Werbeabgabe ist in Österreich per 1. Juni 2000 als Abgabe für Werbeleistungen in Printmedien in TV und Hörfunk sowie im Bereich der Außenwerbung in Kraft getreten und hat damit die Anzeigen- und Ankündigungsabgaben der Länder und Gemeinden ersetzt. Grundsätzlich sind 3 Voraussetzungen erforderlich, damit für eine Werbeleistung eine Werbeabgabepflicht entsteht: Es muss eine Werbeleistung vorliegen, sie muss im Inland erbracht werden und sie muss entgeltlich sein.

Steuergegenstand

Der Werbeabgabe unterliegen Werbeleistungen, soweit sie im Inland gegen Entgelt erbracht werden. Wird eine zum Empfang in Österreich bestimmte Werbeleistung im Hörfunk und Fernsehen vom Ausland aus verbreitet, dann gilt sie als im Inland erbracht.

Bemessungsgrundlage

Die Bemessungsgrundlage der Werbeabgabe ist das umsatzsteuerrechtliche Entgelt (siehe § 4 UStG 1994) das dem Auftraggeber in Rechnung gestellt wird. Die Werbeabgabe selbst ist nicht Teil der Bemessungsgrundlage.

Steuersatz

Die Abgabe beträgt 5 Prozent der Bemessungsgrundlage und errechnet sich somit aus folgender Formel:

Umsatzsteuerrechtliches Entgelt (Bemessungsgrundlage) x 0,05 = Steuerschuld

Steuerbarer Vorgang (Tatbestand)

Als Werbeleistungen gelten:

  • die Veröffentlichung von Werbeeinschaltungen in Druckwerken im Sinne des Mediengesetzes,
  • die Veröffentlichung von Werbeeinschaltungen in Hörfunk und Fernsehen sowie
  • die Duldung der Benützung von Flächen und Räumen zur Verbreitung von Werbebotschaften.

Nicht als Werbeleistung gilt jedoch:

Nicht der Werbeabgabe unterliegt die Werbung im Internet.

Abgabenschuldner

Abgabenschuldner ist derjenige, der Anspruch auf ein Entgelt zur Durchführung einer Werbeleistung hat. Ist der Auftragnehmer ein Unternehmer, der weder Sitz, Geschäftsleitung noch eine Betriebsstätte im Inland hat, so haftet der inländische Auftraggeber für die Abfuhr der Abgabe. Ist auch kein inländischer Auftraggeber vorhanden, so haftet derjenige, in dessen Interesse der Auftrag durchgeführt wird, für die Abfuhr der Abgabe.

Abgabenerklärungspflicht

Die Abgabe ist monatlich zu berechnen und bis zum 15. des zweitfolgenden Monats (Fälligkeitstag) beim Finanzamt zu entrichten. Abgabenbeträge unter 50 Euro sind nicht zu entrichten.

Die Jahreserklärung ist vollständig ausgefüllt bis 31. März des Folgejahres bei dem für die Erhebung der Umsatzsteuer zuständigen Finanzamt einzureichen. Eine Ausfüllhilfe finden Sie im Anhang zum Formular. Die Verpflichtung zur Einreichung einer Jahreserklärung entfällt, wenn die Summe der abgabepflichtigen Entgelte im Veranlagungszeitraum 10.000 Euro nicht erreicht.

Formulare

Für Ihre Abgabenerklärung oder Ihren Antrag gegenüber dem zuständigen Finanzamt verwenden Sie bitte das Formular WA1 aus der Formulardatenbank.

Rechtsgrundlagen

Die Rechtsgrundlagen finden Sie national auf der Seite Rechtsinformationssystem (RIS) des Bundes und auf der Rechtsinformationsseite der Europäischen Union EUR-LEX. Im Folgenden auszugsweise die wichtigsten Normen:

Werbeabgabegesetz