Umsatzsteuerrückerstattung

Reisende mit Nicht-EU-Wohnsitz können für Waren, die sie in Österreich gekauft haben, die Umsatzsteuer vom verkaufenden Unternehmen rückvergütet bekommen. Beachten Sie dafür folgende Voraussetzungen nach § 7 Abs. 1 Z 3 österreichisches Umsatzsteuergesetz 1994:

  • Der Gesamtbetrag der Rechnung muss 75 Euro übersteigen.
  • In Ihrem Reisepass oder sonstigen Grenzübertrittsdokument ist ein Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthalt außerhalb der EU eingetragen.
  • Sie führen die Ware in Ihrem persönlichen Reisegepäck (eine Versendung der Ware durch einen Spediteur oder sonstigen Frachtführer ist nicht möglich) aus der EU vor Ablauf des dritten Kalendermonats aus, der auf den Monat des Kaufs folgt.
  • Sie weisen die Ausfuhr des Gegenstandes gegenüber der Verkäuferin/dem Verkäufer nach. Der Nachweis erfolgt durch Rücksendung
    • des von der Verkäuferin/vom Verkäufer ausgestellten Formblatts oder
    • der Rechnung, versehen mit einer zollamtlichen Bestätigung der Ausgangszollstelle (das ist die letzte Zollstelle vor Verlassen der EU), an die österreichische Verkäuferin/den österreichischen Verkäufer.

Eine nachträgliche Bestätigung wird nur in besonderen Ausnahmefällen erteilt. Sie benötigen dafür grundsätzlich eine Verzollungsbestätigung der Zollbehörde Ihres Heimatlandes.

An manchen Grenzübergängen sind private Clearingstellen eingerichtet, die gegen eine Provision die Rückvergütung der österreichischen Mehrwertsteuer für Sie abwickeln.

Umgekehrt erhält man in manchen Drittstaaten (Nicht-EU-Staaten) die beim Einkauf bezahlte Mehrwertsteuer bzw. Umsatzsteuer von der Verkäuferin/vom Verkäufer vergütet. Welche Voraussetzungen und Formerfordernisse dabei zu erfüllen sind, erfahren Sie bei der jeweiligen Vertretungsbehörde (Botschaft, Konsulat).

Weitere Informationen finden Sie zB in den österreichischen Umsatzsteuerrichtlinien 2000 Rz 1062 und Rz 1093ff.