Marterbauer / Eibinger-Miedl: Vollzug des Bundesbudgets im ersten Halbjahr 2026 auf Kurs Trotz ausgeprägter geopolitischer Unsicherheiten ist die Budgetsanierung im Plan

Der Weg zu soliden Staatsfinanzen wurde in den ersten sechs Monaten konsequent fortgesetzt. Der Vollzug des Bundesbudgets im ersten Halbjahr 2026 war trotz ausgeprägter geopolitischer Unsicherheiten auf Kurs. Das Ziel bleibt weiterhin ein Defizit von 4,2 % am BIP im Jahr 2026.

Mit Blick auf den Vollzug des Bundeshaushalts zeigt sich bei den Auszahlungen ein Plus von 2,8% gegenüber dem ersten Halbjahr 2025. Das liegt unter der für das Gesamtjahr 2026 geplanten Steigerung von 3,6 %. Rückläufig waren Auszahlungen vor allem für Fördermittel (‑20,8 %).

Mehrauszahlungen waren vor allem für Arbeitslosenversicherungsleistungen zu verzeichnen (+10,2 %). Die Auszahlungen des Bundes für Pensionen (Beamte und Pensionsversicherung) stiegen um 6,8 %, insbesondere aufgrund der erstmals erfolgten Überweisung an den Gesundheitsreformfonds zur Stärkung des niedergelassenen Bereichs.

Die Bruttoabgaben zeigten mit +3,9 % ein robustes Wachstum. Die beim Bund verbleibenden Nettoabgaben nahmen um 1,7 % zu, während die Ertragsanteile an Länder um +7,0 % und an Gemeinden um +8,7 % stiegen.

Positiv hervorzuheben ist auch die budgetäre Entwicklung der Bundesländer, die neben deutlichen Anstiegen bei den Ertragsanteilen auch von den eigenen Konsolidierungsanstrengungen geprägt ist.

Als Teil der Vereinbarungen zum neuen Österreichischen Stabilitätspakt sind auch zum Vollzug der Bundesländer aktuelle Zahlen vorhanden. Aus ihnen geht hervor, dass der Saldo der neun Bundesländer in Summe um 2,0 Mrd. € besser war als im ersten Halbjahr 2025.

„Die Daten des ersten Halbjahres zeigen, dass die Bundesregierung ihre Aufgabe, Österreich in Richtung eines stabilen Budgetkurses zu bringen, Schritt für Schritt erfüllt. Im Vergleich zum Vorjahr stehen wir beim Nettofinanzsaldo etwas besser da, herausfordernd bleiben die Ausgaben für Zinsen und Pensionen. Auch die gesamtstaatliche Bilanz ist positiv. Im Stabilitätspakt wurde ja vereinbart, dass Länder ihre Daten über den laufenden Vollzug regelmäßiger melden müssen. Das ist ein Game-Changer, weil wir dadurch einen viel besseren Überblick über die Finanzen der Länder haben“, sagt Finanzminister Markus Marterbauer.

Finanzstaatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl: „Die Haushaltsdaten für das erste Halbjahr zeigen: Österreich liegt beim Budgetvollzug 2026 auf Kurs. Wie im vergangenen Jahr auch halten wir den geplanten Budgetpfad konsequent ein und setzen weiterhin auf einen strengen Vollzug. Zugleich zeigen die verbesserten Budgetdaten der Bundesländer, dass diese ebenfalls den notwendigen Konsolidierungskurs eingeschlagen haben. Die gemeinsame Verantwortung aller Ebenen ist die Grundlage für einen nachhaltigen und verlässlichen Budgetkurs. Die erhöhte Datentransparenz leistet dafür einen weiteren wertvollen Beitrag.“

Nähere Informationen zum Vollzug des Bundes und der Bundesländer werden auf budget.gv.at – Monatlicher Vollzug 2026 geboten.